Ehrenamt des Quartals – EUTB Neu-Ulm

Anlässlich des Ehrenamts des Quartals stellt die Neu-Ulmer Ehrenamtsbörse quartalsweise eine Neu-Ulmer Organisation, oder einen Neu-Ulmer Verein aus dem Netzwerk Ehrenamt vor.

In diesem Quartal fiel das Los auf Stefanie Mäckle von der EUTB Neu-Ulm. Sie hat uns mehr über die Arbeit der Beratungsstelle erzählt und auch, wie man sich dort ehrenamtlich einbringen kann.

Das macht die EUTB Neu-Ulm

 Stefanie Mäckle, Beraterin des EUTB Neu-Ulm

Zunächst einmal ist zu klären, für was die Abkürzung EUTB überhaupt steht, denn dies ist vielleicht nicht allen ein Begriff – EUTB steht für die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung.

Die Arbeit der EUTB besteht in der Beratung von Menschen mit Behinderungen, chronischer Erkrankung oder drohender Behinderung, genauso richtet sich das Beratungsangebot aber auch an Familie, Freunde und Bekannte dieser Menschen, wobei Menschen aller Altersklassen willkommen sind.

Das Besondere an der Beratung ist, dass diese sich vollkommen an den Anliegen und Bedürfnissen der zu beratenden Menschen orientiert, da diese im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Das kann beispielsweise bedeuten, dass die Beratung in einfacher Sprache oder mithilfe von Bauklötzen zur besseren Visualisierung stattfindet. Auch die Länge der Beratung, nur ein kurzer Austausch über ein bestimmtes Anliegen oder der Austausch über einen längeren Zeitraum, ist individuell auf die Menschen abgestimmt, die die Beratung in Anspruch nehmen. Das alles läuft unter dem Motto „Eine für Alle “ – was die Arbeitsweise und den flexiblen und offenen Umgang der Mitarbeitenden der EUTB mit den Menschen, die eine Beratung in Anspruch nehmen, beschreibt.

Aber was ist eigentlich das Ziel der Arbeit der EUTB?

Ziel ist das Empowerment der Betroffenen. Die Beratung soll die Menschen darin unterstützen ihre eigenen Belange und Wünsche selbstständig umzusetzen und zeigt Ihnen dafür verschiedene Möglichkeiten auf, von Angeboten zur Freizeitgestaltung bis hin zu Möglichkeiten zur Teilnahme am Arbeitsleben.

Zum Thema Freizeitgestaltung stellt die EUTB zum Beispiel ihre Räume auch selbst für Vernissagen und die Ulmer Kulturnacht zur Verfügung, wobei Künstlerinnen und Künstler mit Behinderungen dort Ihre Werke ausstellen können.

Kann man sich ehrenamtlich engagieren?

Bei der EUTB wird mit der Peer-Counseling Methode gearbeitet- was bedeutet das genau? Als Ehrenamtliche können sich Menschen engagieren, die selbst eine chronische Erkrankung oder Behinderung haben oder Angehörige mit einer solchen Erkrankung haben. Es geht also darum, dass die zu beratenden Menschen von den Erfahrungen anderer Betroffener profitieren und lernen können.

Die Peer-Counseling Methode bildet dabei eine wichtige Säule in der Arbeit der EUTB und die Beratungen finden oft im sogenannten Tandemformat statt. Das heißt es beraten eine Ehrenamtlerin oder ein Ehrenamtler, sowie eine geschulte Beraterin bzw. Berater zusammen, um so viel Erfahrung sowie Fachwissen in die Beratung miteinbringen zu können.

Was es sonst noch über die EUTB zu sagen gibt?

Die EUTB arbeitet bereits erfolgreich mit Ehrenamtlichen zusammen und freut sich über Unterstützung von Menschen, die selbst eine chronische Erkrankung oder Behinderung haben oder Angehöriger dieser Menschen sind.

Doch auch wenn diese „Voraussetzungen“ nicht auf Sie zutreffen, können Sie sich einbringen, indem Sie Ihren Freunden und Bekannten von der wichtigen Arbeit des EUTB erzählen, sodass möglichst viele Leute von diesem Angebot erfahren und profitieren können.